Freitag, 1. Juli 2011, Grün, Grüner, Neretva

Brücke über die Neretva in Konjic, End- und Verpflegungspunkt unseres Bootsausflugs

Von vielen lange ersehnt, von manchen bange erwartet: unser Tagesauflug an den Fluss Neretva zur Raftingtour. Bevor es in die Fluten ging und der Tagesausgang noch recht unsicher war, bekamen wir von unseren GastgeberInnen und zugleich für die Tour Verantwortlichen noch ein wunderbares zur Beruhigung geeignetes bosnisches Frühstück serviert. Danach hieß es entspannen, Neoprenanzug anziehen, sich langsam mit dem Gedanken abfinden, heute keinen Schönheitswettbewerb gewinnen zu können, Utensilien des Alltags wie Geld, Uhr und Handy ablegen, Schuhe anziehen, sich gegenseitig belustigt ansehen und schließlich noch Helm und Schwimmweste anlegen.

Mit Boot und Besatzung fuhren wir in Transportern die Neretva aufwärts, um dann in drei Gruppen mit jeweils einem erfahrenen Skipper an Bord aufzubrechen. Die wichtigsten Handgriffe waren kaum erklärt, da warteten schon die ersten kleineren Stromschnellen und Wasserduschen auf uns. Entlang einer unberührten, idyllischen Landschaft fuhren wir so circa drei Stunden durch enge Schluchten mit steil aufragenden Felsenwänden, flache Flussbetten und tiefgrüne Wälder auf einer türkisfarbenen Neretva, die nur manchmal einige schnellere Abschnitte bereithielt.

Zweimal hatten wir die Gelegenheit, uns an Land von der Paddelarbeit zu erholen. Während wir eine Pause zum Sonnen, Erholen und Baden nutzten, bot sich die andere für ein Gespräch mit Assad vom bosnischen Verein Grüne Neretva, einem weiteren Projektpartner der Heinrich-Böll-Stiftung Bosnien und Herzegowinas, an. Die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt diesen Verein, der sich für den Erhalt der Flusslandschaft einsetzt. Gründungsgrund war das Interesse der Mitglieder, einen Staudammbau zu verhindern, was ihnen – nachdem wir die Schönheit der Natur vor Ort bewundern konnten – zu unserer Freude auch gelungen ist. Der Verein möchte eine verträgliche Wasserkraftnutzung erreichen und befürwortet in diesem Zusammenhang sog. Miniwasserkraftwerke. Die 1000 Mitglieder, von denen 100 aktiv im Verein mitarbeiten, setzen sich ebenso dafür ein, dass der Fluss vor Verschmutzungen verschont bleibt.

Einen Teil dieser sehr zu befürwortenden Vereinsarbeit erklärte uns Assad während des anschließenden Essens, bei dem wir neben typisch bosnischen Kuchen zum Nachtisch viel Gegrilltes genießen konnten, darunter auch Fisch aus der Neretva. Vor der Abfahrt hatten wir noch die Möglichkeit, Konjic in einem kleinen Rundgang und Verdauungsspaziergang kennenzulernen.


 

 

 

 

 

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